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Die Politik zu Lasten der Umwelt muss ein Ende finden

Es erinnert ein wenig an eine Presseerklärung aus dem Wahrheitsministerium bei George Orwell, was unsere Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) da wieder von sich gegeben hat.

Kaum wagen sich einflussreiche Industrielle in die deutsche Klimadebatte, prescht die Bundesumweltministerin vor die Mikrofone, um jeden erdenklichen Widerstand gegen die eigene Linie im Keim zu ersticken. Am Ende hat man im Bundesumweltministerium wohl Angst vor einer Kettenreaktion, allerdings vor einer im übertragenen Sinne? Eine solche wird sie jedenfalls nicht mehr aufhalten können. Selbst wenn man sich in der tendenziell der Atomkraft äußerst kritisch gegenüberstehenden deutschen Medienlandschaft umschaute, konnte man auf einmal über deren Vorteile lesen. Und würde man jene den Bürgern aktiver erklären und sie vor die Wahl stellen, ob man mit ihr das 1,5-Grad-Ziel erreichen wolle ohne dabei zu einem deindustrialisierten Agrarstaat zu verkommen, würden womöglich mehr als die jetzt schon vorhandenen 21 % der …
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Warum ich für moderne Atomtechnologien eintrete

Seit Jahren setze ich mich in meinem persönlichen und politischen Umkreis für moderne Atomtechnologien ein. Doch war hiervon in diesem Blog kaum die Rede. Der letzte Beitrag - der offene Brief an das Bundesumweltministerium - bedarf daher noch etwas mehr Kontext, den ich gerne an dieser Stelle nachliefere.

Meinem Physiklehrer habe ich einen nüchternen Blick auf die Atomtechnik zu verdanken, der mit uns in der Oberstufe über Strahlung und Kernphysik dozierte. Ganz besonders hatten es mir die Vor- und Nachteile verschiedener Reaktortypen der Kernspaltung als auch der Kernfusion angetan. Ich kam dabei zu der Erkenntnis, dass die Atomtechnik eine Energiequelle mit viel Potential ist, da sie günstig CO2-armen und stabilen Strom erzeugt und je erzeugter Terawattstunde Energie mit Abstand die wenigsten Todesfälle fordert. Sie ist damit der Schlüssel zu einem ökologisch verträglichen Wohlstand und einem besseren Lebensstandard auf der ganzen Welt.

Allerdings war mein zuvor aus den Medien gepr…

Offener Brief an das Bundesumweltministerium: Faktencheck Atomkraft

Sehr geehrte Frau Bundesumweltministerin,
sehr geehrte Damen und Herren,

ich fordere Sie auf, umgehend ihren sogenannten "Faktencheck" zur Atomkraft [1] grundlegend zu überarbeiten oder vom Netz zu nehmen, da er in gegenwärtiger Form Fehlinformationen und Behauptungen enthält, die dem Anliegen, zu einer seriösen Debatte über die Kernenergie beizutragen, geradezu abträglich sind.

Wenn Sie sich an die Daten des IPCC-Reports halten würden, sind die Medianwerte der erzeugten Emissionen bei der Atomkraft mit 12 g CO2/kWh in der gleichen Region wie die beste Energieerzeugungsform in deren Darstellung, der Windkraft (11 bzw. 12 g CO2/kWh). Ihre Behauptung, "Atomkraft verursacht deutlich weniger CO2-Emissionen als Kohlekraftwerke, aber mehr als die erneuerbaren Energien" ist damit in der Absolutheit im zweiten Halbsatz objektiv falsch, da von den regenerativen Energien allein die On-Shore-Windkraft minimal besser abschneidet. Die nachfolgende Behauptung "wer auf Atom…

Computerhardware aus Europa

Was haben die Europäische Prozessorinitiative (EPI), die Prozessor-Sicherheitslücken Spectre und Meltdown sowie die chinesische Spionage durch Infiltration wichtiger Hardware-Zulieferer gemeinsam? 
Sie alle betreffen die Sicherheit und Integrität von Europas IT-Systemen. Insbesondere Unternehmen und die öffentliche Hand sollten die genannten Probleme nicht auf die leichte Schulter nehmen und haben nicht nur für Militär und Sicherheitsdienste hohe Relevanz. Aber auch der einfache Computernutzer sollte aufhorchen, wenn es um die Sicherheit des eigenen Systems geht.
Mit EPI will Europa einen eigenen Prozessorhersteller nach dem Vorbild von Airbus in der Luftfahrtbranche schaffen. Man möchte sich zunächst aber auf die Märkte der Hochleistungsserver, Datenzentren und Industrieanwendungen beschränken. Die Zielstellung umschreiben die zuständigen Kommissare Andrus Ansip und Mariya Gabriel wie folgt: The European Processor Initiative is an important step of a strategic plan to develop an i…

Warum die "Ehe für Alle" verfassungswidrig ist

A.EinleitungSchleichend nahm eine Entwicklung im Jahr 2017 im Bundestag ihr abruptes Ende, die kurz nach der Jahrtausendwende zuvor bereits die Gemüter der Bundesrepublik vor dem Bundesverfassungsgericht erregte und letztlich ein mit einer Institutsgarantie ausgestattes Strukturmerkmal unserer Verfassung zu Fall brachte: Den klassischen Ehebegriff. Ist mit dem erfolgten Federstrich des Gesetzgebers in der Sache jetzt die letzte Schlacht geschlagen? Sind Berge von Literatur nun obsolet? Mit einem „Ja!“ als Antwort könnte man diesen Beitrag beenden bevor er begonnen hat. Doch die verfassungsrechtliche Bewertung erfordert noch ein paar Worte mehr und so viel sei vorab verraten, der Preis für die Befürworter ist hoch – denn ihr politischer Sieg erfolgte nur auf Kosten eines wohl ungeahndet bleibenden Verfassungsbruchs. B.Überrumpelung als Methode – wie die „Ehe für Alle“ in den Bundestag zur Abstimmung kamAm Ende ging alles ganz schnell. Selbst die Bayrische Staatsregierung – bislang eine …